Unserem alten deutschen Kaiser Otto III. wollen wir heute gedenken, der ist nämlich im Jahre 1002 gestorben. Mit nur drei Jahren bestieg er 983 den deutschen Thron, weil seinen Vater Kaiser Otto II. ein früher Tod ereilt hat. Daher führten für ihn Anfangs seine Mutter Theophanu und seine Großmutter Adelheid die Regierung. Die beiden mußten Anfangs den Thron gegen Heinrich den Zänker behaupten, konnten sonst aber ganz ruhig regieren. Einige Feldzüge im Osten gegen die Slawen gab es und später zog Otto III. ein paar mal nach Italien, um die dortigen Angelegenheiten zu ordnen. Ich lese ein weiteres Stück aus der Chronik des Thietmar von Merseburg weiter. Dessen Vetter, der Markgraf von Schweinfurt, wird nun vom Kaiser verbannt, bald darauf aber wieder zurückgerufen:

„Zur selben Zeit nahm mein Vetter, Markgraf Heinrich (von Schweinfurt), den Ewerker, einen trefflichen, aber gar übermütigen Ritter des Bischofs Bernward von Würzburg gefangen, und ließ ihn wegen gewisser Beleidigungen, die derselbe ihm zugefügt hatte, blenden, an einem Orte Namens Lindinlog. Als der König von dem Bischofe, der sich bitter darüber bei ihm beschwerte, diese Kunde erhielt, bestrafte er voll Unwillens den Markgrafen mit Verbannung; nachher aber begnadigte er ihn wieder und versöhnte ihn, indem er ihn zu einer angemessenen Genugtuung veranlaßte, wieder mit dem Bischofe. Dieser lud darauf Liupold, den Markgrafen der Ostlande, und dessen Neffen Heinrich auf die Sankt Kilians Messe, welche am 8. Juli statt findet, zu sich ein, und bewirtete beide sehr gastlich. Als nun Markgraf Liupold in der heiligen Nacht nach der Frühmesse mit seinen Rittern sich mit Kampfspielen belustigte, traf ihn aus einem Loche hervor ein Freund des Geblendeten mit einem Pfeile, so daß er am 10. Juli, nachdem er gebeichtet, verschied. Er war aber an der erwähnten Tat, sowohl was die Ausführung, als was den Rat dazu anlangte, völlig unschuldig. Den Tag darauf ward er bestattet. Man beweinte ihn mit Recht, denn es gab keinen verständigeren und in jeder Beziehung sich besser benehmenden Mann. Der vorhergehende Winter war voll rauer Witterung und Pestilenz und strenger Kälte und Orkane und ungewöhnlicher Trockenheit. – In demselben wurden die Slawen überwunden.“

Haydns Kaiserquartett bekommt unser Kaiser Otto von mir zum Heimgang: https://www.youtube.com/watch?v=Gp67GkY8x1w

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War die Schlacht von Monte Cassino auch kein deutscher Schlachtensieg, so stellt die fünfmonatige Abwehr der stark überlegenen Landfeinde doch eine denkwürdige Waffentat dar. Es standen sich an der Gustav Linie unsere X. Armee mit 140,000 Mann und zwei Armeen der Landfeinde mit 240,000 Kriegsknechten gegenüber. Vier mal mußten die Landfeinde gegen unsere Stellungen anrennen, bevor unsere Truppen auf die nächste Verteidigungslinie zurückgehen mußten. Unser Feldmarschall Albert Kesselring führte in Italien nämlich einen hinhaltenden Feldzug und vermied so vorerst die Entscheidungsschlacht. Bei Monte Cassino verloren die Landfeinde 55,000 Kriegsknechte, leider beliefen sich unsere deutschen Verluste auf 20,000 Mann. Entscheidenden Anteil hatte unsere I. Fallschirmjägerdivision unter unserem General Richard Heidrich und daher sollte das Fallschirmjägerlied nicht bei unserer heutigen Siegesfeier fehlen: https://www.youtube.com/watch?v=ru68N2BzI9g

Rot scheint die Sonne, fertig gemacht

Wer weiß ob sie morgen für uns auch noch lacht.

Werft an die Motoren, schiebt Vollgas hinein,

Startet los, flieget ab, heute geht es zum Feind.

An die Maschinen, an die Maschinen,

Kamerad, da gibt es kein zurück.

Fern im Osten stehen dunkle Wolken

Komm‘ mit und zage nicht, komm‘ mit.

Donnern Motoren, Gedanken allein,

Denkt jeder noch schnell an die Lieben daheim.

Dann kommt Kameraden, zum Sprung das Signal,

Wir fliegen zum Feind, zünden dort das Fanal.

Schnell wird gelandet, schnell wird gelandet,

Kamerad, da gibt es kein Zurück.

Hoch am Himmel stehen dunkle Wolken,

Komm mit und zage nicht, komm mit.

Klein unser Häuflein, wild unser Blut,

Wir fürchten den Feind nicht und auch nicht den Tod,

Wir wissen nur eines, wenn Deutschland in Not,

Zu kämpfen, zu siegen, zu sterben den Tod.

An die Gewehre, an die Gewehre.

Kamerad, da gibt es kein Zurück,

Fern im Westen stehen dunkle Wolken.

Komm mit und zage nicht, komm mit!“

Bei unserem Feldmarschall Kesselring tobt die Schlacht von Monte Cassino nun weiter:

Diese Anerkennung findet auch in dem Mißerfolg des zweiten, von Hitler befohlenen Angriffs erneut ihre Bestätigung. Ich versprach mir von einer Wiederholung des Angriffs, wenn auch an anderer Stelle, kein wesentlich anderes Ergebnis. Ich konnte aber dem Befehl nicht widersprechen, da auch ich die politischen und militärischen Gründe, die das OKW leiteten, anerkennen mußte. Die Möglichkeit eines Teilerfolges, den ich in der Einengung des Brückenkopfes bis zur „Initial-Line“ sah, war gegeben. Damit wäre für die XIV. Armee eine wesentliche Kräfteersparnis verbunden gewesen, die Alliierten hätten sich fragen müssen, ob der Brückenkopf überhaupt gehalten werden könne. Der Angriff rollte diesmal aus der anderen Ecke des Brückenkopfes, von Cisterna her, mit drei schwachen Divisionen als erster Welle geführt werden. Die Erfahrungen des ersten Angriffs wurden berücksichtigt, die Tarnungs- und Täuschungsmaßnahmen vervollständigt, ohne daß ich von deren absolutem Nutzen auf so engem Raum überzeugt war. Der erste Termin für den Angriff (25. Februar) mußte wegen schlechten Wetters verschoben werden; auch der 28. Februar brachte zeitweise wolkenbruchartigen Regen. Als ich an diesem Tag – wie immer vor größeren Kampfhandlungen – die Truppe besuchte, war ich innerlich bereits entschlossen, den Angriff erneut zu verschieben. Auf Wunsch der angreifenden Verbände nahm ich davon Abstand; die Truppe hatte Vertrauen. Die Vorteile der Schlechtwetterlage waren auf unserer Seite größer als auf der Gegenseite. Wenn überhaupt, so war bei diesem Wetter eine lokale Überraschung möglich. Die Panzerunterstützung fiel auf der Gegenseite aus, die Schiffsartillerie und die Flieger waren in hohem Maße gehemmt. Besseres Wetter am 29. Februar – dem Angriffstag – verminderte diese Vorteile, die bessere Geländegängigkeit der alliierten Panzer kam dazu. Der deutsche Angriff kam nicht voran, was mich bereits am 1. März, nachmittags, zu seinem Einstellen veranlaßte. Bei dem am 15. März ig44 beginnenden erneuten feindlichen Angriff gegen Cassino und den Monte Cassino erwiesen sich die Alliierten trotz aller stärkster, bis zu diesem Zeitpunkt nie erlebter Bombenangriffe, Artilleriemassenfeuers und Einsatzes der besten britischen Angriffsdivisionen (78. britische Division, 4. indische Division und neuseeländische Division) gegenüber der Verteidigung als unterlegen. Die I. Fallschirmjägerdivision hielt stand; der englische Angriff wurde in der Nacht vom 23. zum 24. März eingestellt. Die Luftflotte II unter der energischen Führung Feldmarschalls von Richthofen hatte sich von den großen Verlusten im Kampf um Sizilien noch nicht vollkommen erholt, als mit der Landung bei Salerno erneut hohe Anforderungen an die Flieger gestellt wurden. Meine Absicht, die gesamten Flieger für den Fall der Invasion südlich Rom pausenlos gegen die bei Rom befindlichen italienischen Divisionen einzusetzen, brauchte nicht verwirklicht zu werden; die Luftflotte konnte schwerpunktmäßig gegen die Invasionsflotte in der Bucht von Salerno verwendet werden. Die Angriffe brachten verschiedene Schiffsverluste, konnten aber die Landung nur unwesentlich behindern. Den U-Booten und Kleinkampfmitteln der Marine war kein Erfolg beschieden.“

Den Geburtstag von unserem General Otto von Below feiern wir Deutschen heute. Unser Held wurde 1857 in unserer deutschen Hansestadt Danzig geboren. Sein Vater Hugo war preußischer Generalleutnant und 1875 trat sein Sohn in seine Fußstapfen. In der Friedenszeit bis 1914 stieg er zum höheren Truppenführer auf und erhielt 1914 das Kommando über unser I. Reservekorps. Er führte dieses in den Schlachten von Gumbinnen, Tannenberg und an den Masurischen Seen. Gumbinnen war ein Fehlschlag, aber unser Feldherrenzweigespann Hindenburg und Ludendorff errang in den Schlachten von Tannenberg und an den Masurischen Seen große Siege, an denen unser Below großen Anteil hatte. Daher erhielt er noch im November 1914 den Befehl über unsere VIII. Armee, mit der er zum Sieg in der Winterschlacht in Masuren wiederum entscheidend beitrug. Bis 1916 führte er unsere VIII. Armee, dann wurde ihm der Oberbefehl über eine gleichnamige Heeresgruppe in Makedonien übertragen. Im April 1917 folgte unsere VI. Armee an der Westfront und im September 1917 unsere XIV. Armee. Diese führte er bei Karfreit zum Sieg über die Italiener. Mit nur 400,000 Mann schlug er 850,000 Italiener, die dabei einen Verlust von über 300,000 Mann erlitten und ihre gesamte Ausrüstung samt der schweren Waffen einbüßte. 1918 führte er unsere XVII. Armee beim Unternehmen Michael. Es versteht sich, daß unser Otto von Below so mache Auszeichnung eingeheimst hat – darunter das Eiserne Kreuz, den Blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen und den Schwarzen Adlerorden. Nach dem Vierjährigen Krieg schloß sich unser Otto von Below dem Widerstand gegen die Novemberverbrecher an, anders kann es ja auch gar nicht sein. Die Vertonung des Gedichtes Feuerspruch von unserem Dichter Heinrich Gutberlet habe ich mir für unsere heutige Geburtstagsfeier ausgesucht: https://www.youtube.com/watch?v=PMGBNUcAKYY

„Was dich auch bedrohe:

Eine heil’ge Lohe

Gibt dir Sonnenkraft!

Laß dich nicht entrechten,

Laß dich nimmer knechten;

Gott gibt den Gerechten

Wahre Heldenschaft!

Was auch immer werde

Steh zur Heimaterde,

Bleibe wurzelstark!

Kämpfe, blute, werbe

Für dein höchstes Erbe,

Siege oder sterbe:

Deutsch sei bis ins Mark.“

Von der Winterschlacht in Masuren lasse ich unseren General Ludendorff zur Feier des Tages berichten: https://archive.org/details/Ludendorff-Erich-Meine-Kriegserinnerungen

Was von Mann und Pferd in den folgenden Tagen geleistet wurde, ist unbeschreiblich und eine Ruhmestat für alle Zeiten. Mühsam arbeiteten sich die Anfänge der Marschkolonnen durch die Verwehungen. Fahrzeuge blieben stecken, die Kolonnen stockten, sie wurden immer länger. Die Infanterie schob sich an Fahrzeugen und Geschützen vorbei und suchte nach vorn wieder Anschluß zu gewinnen. Geschütze und Munitionswagen wurden mit 10 bis 12 Pferden bespannt. So bedeckten allmählich die Marschstraßen lang hingezogene Heeressäulen mit vorwärtsstrebenden Infanteristen, dazwischen nur wenig Geschütze mit noch weniger Munition. Für die Nacht oder im Kampfe schlossen die Kolonnen wieder etwas auf. Nach wenigen Tagen schlug das Wetter um, die Wege wurden grundlos, auf dem noch gefrorenen Boden außerhalb der Wege stand das Wasser an tiefen Stellen und auf den Sümpfen. Es war ein Glück, daß wir durch die weite Umfassung in den feindlichen Trainkolonnen Nahrungsmittel erbeuteten, sonst hätte die ganze Bewegung wegen Verpflegungsmangel eingestellt werden müssen. Für die Generalkommandos und die niedere Führung entstanden ganz außerordentliche Schwierigkeiten. Es dauerte bei Zusammenstößen mit dem Feinde lange, ehe gefechtsfähige Verbände zur Stelle waren. Befehle waren nicht durchzubringen, Leitungen zerrissen im Sturm, Meldungen kamen nicht an. Und trotzdem wurde das Höchste geleistet. Die Schlacht verlief wie die meisten Schlachten nicht ohne Reibungen, die das strategische Ergebnis beeinträchtigten. Die Truppen des Generals Litzmann kamen am 7. gut vorwärts. Sie gelangten bis an Johannisburg heran und überschritten weiter südlich die Pissa. Am 8. nahmen sie Johannisburg und drangen in den folgenden Tagen unter Sicherung gegen Ossowjetz auf Raigrod an, wo sie starken Widerstand fanden. Von Ossowjetz her traf sie ein feindseliger Vorstoß, den sie abschüttelten. Gleichzeitig näherte sich die Mitte der VIII. Armee, dem auf der ganzen Front weichenden Feind dicht folgend, Lyck. Führer und Truppen gaben ihr Bestes her, um schnell vorwärtszukommen. Für die große strategische Kombination ging es zu langsam. Lyck, vom 3. sibirischen Korps hervorragend verteidigt, fiel erst am 14. früh. Das Korps entkam der Vernichtung und wich über Augustow hinter das Sumpfgelände des oberen Bobr zurück. Nach dem Fall von Lyck ging es schnell vorwärts; schon in der Nacht vom 16./17. war General Litzmann nach erneutem heftigen Kampf in Augustow. Ich hatte mich in diesen Tagen bemüht, den rechten Flügel der VIII. Armee von Raigrod scharf nach Osten über Taino südlich Augustow auf Schtabin – Krasnybor gegen den Bobr zu schieben, um den 3. sibirischen Armeekorps immer wieder in die Flanke zu kommen. Die Wegeverhältnisse haben der VIII. Armee dies nicht als ausführbar erscheinen lassen. Zum Schutz der Armeen gegen Ossowjetz – Lomsha wurden sehr frühzeitig, noch während die Kolonnen auf Augustow eilten, die III. Reservedivision, die V. Infanteriebrigade und die XI. Landwehrdivision nach und nach aus dem Angriff herausgezogen und dorthin vorgeschoben. Ossowjetz sollte gesperrt und angegriffen werden. Die Ansammlung starker Kräfte bei Lomsha war zu Gewißheit geworden. Die dorthin entsandten Teile des XX. Armeekorps genügten nicht mehr. Inzwischen war die umfassende Wirkung der X. Armee zur vollen Auswirkung gekommen. Nach außerordentlichen Marschleistungen und Überwindung unsäglicher Anstrengungen erreichte ihre Mitte schon in der Nacht vom 10. zum 11. in der Stoßrichtung Tilsit – Kalwarija die Straße Insterburg – Kowno bei Wirballen, und als Lyck am 14. fiel, waren die Marschkolonnen schon hat nördlich des großen Augustower Forstes bei Suwalki – Seiny eingetroffen. Die zurückflutende russische Armee wurde entscheidend in der Flanke gefaßt und nach Süden abgedrängt. Sie war anscheinend auch diesmal überrascht, genau wie zu Beginn des Vormarsches aus Oberschlesien und von Hohensalza her. Unser Nachrichtenwesen hatte hier in Verbreitung falscher Gerüchte und in der Abwehr sehr gut gearbeitet. Den Russen und der Entente war es nicht gelungen, Kenntnis von diesen Bewegungen zu erhalten. Es ist auch überaus schwer, genaue Angaben über den Feind, zumal rechtzeitig zu bekommen, andernfalls wäre das Kriegführen mit Unterlegenheiten keine so ungemein schwierige Aufgabe. Bei Tannenberg waren wir vom Glück begünstigt gewesen. Teile der russischen Kräfte, die auf Kowno ausgewichen waren und dauernd in der Flanke standen, hatten durch Angriffe vergeblich versucht, den Vormarsch zu verzögern. Sie wurden den Flankenschutz der X. Armee auf Kowno – Olita zurückgeworfen. Am 14. abends schien es, als ob es möglich werden würde, die Umstellung des Feindes noch hart östlich von Augustow durchzuführen. General von Eichhorn setzte seinen linken Flügel dorthin an. Die Vorhut des XXI. Armeekorps stieß am 15. und 16. auf der Chaussee Seiny – Augustow in den Forst hinein weit vor, sie wurde aber hier von den von West nach Ost zurückströmenden russischen Kolonnen überrannt und zum Teil gefangen. Die X. Armee schon nun kurz entschlossen bis zum 18. Februar am Nordrande des Forstes entlang Teile in die Gegend nordwestlich Grodno. Hier standen sie mit der Front nach Westen, mit dem Rücken dich gegen die Werke der Festung. Sie verlegten in dieser kühnen Aufstellung dem Feinde den Rückzug. Andere deutsche Truppen drangen vom Norden in den Wald ein und erreichten nach der Einnahme von Augustow kämpfend auf der Chaussee nach Grodno Lipsk sowie den Bobr abwärts Krasnybor. Bei Lipsk wurde der Ring geschlossen. Die Lage der Truppen vor Grodno war ungemein schwierig. Aus der Festung heraus, wohin der Russe Verstärkungen gefahren hatte, entwickelten sich namentlich am 20. und 21. sehr heftige Angriffe. Aus dem Augustower Forst stieß der dorthin zurückgeflutete Russe immer wieder hervor. Es war eine glänzende Tat des XXI. Armeekorps, und der Führer, General Fritz von Below, der spätere bewährte Armeeoberbefehlshaber im Westen, konnte stolz auf eine Entschlußkraft und auf seine Truppen sein. Das Oberkommando der X. Armee durfte an diesem Ruhm mit innerer Befriedigung teilnehmen. In den nächsten Tagen ergaben sich die in dem Augustower Forst umherwogenden und sich verzweifelt wehrenden Russenmassen; die Schlacht war beendet. Das taktische Ergebnis der Winterschlacht in Masuren war bedeutend: 110,000 Gefangene und viele hundert Geschütze. Die russische X. Armee war vernichtet, das russische Heer wiederum empfindlich geschwächt. In dem Grundgedanken der Operation war der Angriff auf Ossowjetz unter Einsatz schwersten Flachfeuers eingeleitet. Von den Teilen der Angriffsarmeen, die noch während der Kämpfe in dem Forst den oberen Bobr südlich Augustow erreicht hatten, sollten das XXXVIII. und XL. Armeekorps, die II. Infanteriedivision und die IV. Kavalleriedivision den Fluß überschreiten. Sie waren aber vorher teilweise in jene gewaltigen Waldkämpfe verwickelt worden, die dem Untergang der 10. russischen Armee voraufgingen. In sich steigernder Erwartung hatte ich deren Ende entgegengesehen. Der Teil der VIII. Armee, der hier Verwendung fand – die Gruppe Litzmann -, trat zur X. Armee. Die VIII. Armee behielt die Aufgabe, jenen Angriff auf Ossowjetz von Grajewo her durchzuführen und den Schutz Ostpreußens gegen die russische Angriffe von hier bis zum Orshitz zu übernehmen.“

Die Welschen haben sich heute mal wieder eine Schlappe abgeholt und zwar bei Sankt Quentin. Im Jahr 1871 traf hier die welsche Nordarmee auf unsere I. Armee und zog den Kürzeren, sprich erlitt einen Verlust von 14,000 Mann und mußte eilig das Schlachtfeld verlassen. Theodor Körners Schlachtgesang „Lützows wilde, verwegene Jagd“ sollte nicht bei der Siegesfeier fehlen. Denn unser General von Goeben mußte mit seiner I. Armee ein gutes Stück marschieren, bevor er an den welschen Feind gekommen ist… https://www.youtube.com/watch?v=VNm32pLK_AU

„Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein?

Hör´s näher und näher brausen.

Es zieht sich herunter in düsteren Reihn

und gellende Hörner schallen darein

erfüllen die Seele mit Grausen

Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd

Was zieht dort rasch durch den finstern Wald

und streift von Bergen zu Bergen?

Es legt sich in nächtlichen Hinterhalt,

das Hurra jauchzt, und die Büchse knallt

es fallen die fränkischen Schergen

Und wenn ihr die schwarzen Jäger fragt

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd

Wo die Reben dort glühen dort braust der Rhein,

der Wütrich geborgen sich meinte

Da naht es schnell mit Gewitterschein

und wirft sich mit rüstigen Armen hinein

und springt an das Ufer der Feinde.

Und wenn ihr die schwarzen Schwimmer fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd!

Was braust dort im Tale die laute Schlacht

was schlagen die Schwerter zusammen?

Wildherzige Reiter schlagen die Schlacht

und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht

und lodert in blutigen Flammen.

Und wenn ihr die schwarzen Reiter fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd!

Was scheidet dort röchelnd vom Sonnenlicht

unter winselnde Feinde Gebettet?

Es zucket der Tod auf dem Angesicht

doch die wackern Herzen erzittern nicht

das Vaterland ist ja gerettet!

Und wenn ihr die schwarzen Gefallnen fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

Die wilde Jagd und die deutsche Jagd

auf Henkersblut und Tyrannen!

Drum, die ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt!

Das Land ist ja frei, und der Morgen tagt

wenn wir’s auch nur sterbend gewannen.

Und von Enkeln zu Enkeln sei’s nachgesagt:

Das war

Das war Lützows wilde, verwegene Jagd.“

Bei unserem Geschichtsschreiber Georg Hiltl bricht die Schlacht von Sankt Quentin nun los: https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11338582_00762.html

„Faidherbe hatte sofort eingesehen, daß Goeben ihm mit der ganzen Armee folge und daß einer Schlacht nicht mehr auszuweichen sei. Er stand demnach am 18. nachts östlich und westlich von Sankt Quentin und ordnete seine Armee so, daß sie sich im Halbkreise, den Rücken gegen die Stadt, formierte. Das 23. Korps stand auf dem rechten Flügel, zwischen dem Dorfe Fayet und der Mühle von Recourt. Hier war der Standpunkt Faidherbes, gegen Abend aber standen hier preußische Batterien vom VIII. Korps. Das 22. Korps stand links von Gauchy bis Grugis, Front gegen Süden. Die I. Armee stand der französischen gegenüber: westlich und südlich konzentriert, von Sankt Quentin zwei Meilen entfernt. Goeben hatte den Feind endlich gestellt, der ihm nicht mehr ausweichen konnte. Es galt, die französische Nordarmee zu umklammern und sie womöglich in dieser Umarmung zu ersticken. Für acht Uhr morgens des 19. war der Angriff befohlen. Während der Nacht trat aufs neue Regenwetter ein, es weihte die Wege und Felder auf, löste das Eis, verwandelte breite Flächen Wiesengrund in Seen, schwemmte den Morast über die Dämme und machte die Wege zu Rinnen. Am Kampf waren beteiligt die Divisionen Kummer, Gröben, Barnekow, die Detachements Prinz Albrecht Sohn und Graf Lippe. Die Reserve stand auf der Straße nach Ham. Die VI. Division ging Punkt acht Uhr gegen den Feind und ward sofort in einen heftigen Kampf um Gauchy und Grugis verwickelt. Die französischen Divisionen Derroja und Bessol verteidigten die Positionen mit großer Bravour. Der Kampf wogte auf und nieder, die Vorstöße des Feindes machen die Angreifer wanken, von der Mühle A-tout-vent feuert die Batterie Collignon in die Glieder des XIX. Regiments, dessen Tapfere schwere Verluste erleiden. Da naht im Sturmschritt das XLI. Regiment mit zwei Batterien, der Feind wirst Brigade Ayne ins Gefecht, welche im Laufschritt herankam. Ein wütendes Gefecht entspinnt sich auf der ganzen Linie. Der General du Bessol wird aufs neue, diesmal schwer verwundet. Die Batterien des Feindes, fünf an der Zahl, arbeiteten gegen das Feuer der Preußen. Unterdessen war es (zehn Uhr) auf dem linken Flügel ebenfalls zu erbittertem Kampfe gekommen. Division Kummer und Gröben stürmten gegen die Dörfer Fayet, Thionville, Salency. Hier fochten die Divisionen Robin und Brigade Isnard gegen unsere Truppen. Ein Reitergefecht bei Savy leitete den Kampf ein; zwei Schwadronen feindlicher Dragoner stießen mit einer Schwadron des Regiments Königshusaren unter Rittmeister Rudolphi zusammen. Das Gefecht endete mit dem Zurückwerfen des Feindes, der sich gegen seine Infanterie zog.“

Nicht nur die Schlacht von Sankt Quentin haben die Welschen am heutigen Tag im Jahr 1871 verloren, sondern auch am Mont Valerien sind sie geschlagen worden. Dort wollten sie mit 90,000 Mann einen Ausfall aus Paris machen, wurden aber von den 12,000 Mann unseres V. Armeekorps unter Hugo von Kirchbach zurückgeschlagen. Wie das unser V. Korps angestellt hat, verrät uns nun Moltke der Ältere: https://archive.org/details/bub_gb_49waAAAAMAAJ

„Der geplante Ausfall sollte am 19. Januar stattfinden. An diesem Tage rückte, wie wir gesehen, General Faidherbe bis Sankt Quentin gegen Paris heran, und die Ausfallarmee stand vor der Ost- und Nordfront der Hauptstadt. Dennoch wurde der Durchbruch in entgegengesetzter Richtung versucht. Und freilich war jetzt die Halbinsel Gennevilliers der einzige Raum auf welchem noch größere Truppenmassen sich entwickeln konnten, ohne schon während der Versammlung Stunden lang dem Feuer der deutschen Artillerie ausgesetzt zu sein. Bereits zwei Tage zuvor hatten mobilisierte Nationalgarden die drei Divisionen der Ausfallarmee in ihren bisherigen Stellungen abgelöst, welche in der Stärke von 90,000 Mann in drei Kolonnen gleichzeitig den Angriff ausführen sollten. Auf dem linken Flügel hatte General Vinoy, unterstützt durch das Feier des Hauptwalles, die Höhe von Montretout zu nehmen, in der Mitte General Bellemare über Garches, zur Rechten General Ducrot über Schloß Buzanval vorzudringen. Der Angriff sollte um sechs Uhr früh beginnen, es entstanden aber Stockungen an den Brücken von Asnieres und Neuilly, für deren Überschreitung ordnende Bestimmungen nicht erlassen waren. Als um sieben Uhr das Signal zum Vorgehen vom Mont Valerien gegeben wurde, standen erst die Spitzen des Generals Vinoy gefechtsbereit, die anderen Kolonnen waren noch nicht entwickelt, und die letzten Abteilungen reichten bis Courbevoie zurück. Bevor sie an ihren Sammelplätzen eintrafen, schritt der linke Flügel mit 15 Bataillonen bereits gegen Sankt Cloud vor. Dieselben stießen zunächst nur auf vereinzelte Posten und Patrouillen, zusammen 89 Mann, welche sich in die in der Kehle offene Schanze Montretout warfen, dort eine Zeit lang Widerstand leisteten, dann mit großem Mut sich durchschlugen, dabei aber zum Teil in Gefangenschaft gerieten. Dort und in dem nördlichen Teile von Sankt Cloud richteten die Franzosen sich sogleich zur Verteidigung ein. Auch die mittlere Kolonne des Generals Bellemare konnte mit Leichtigkeit die Höhe von Maison du Cure besetzen. Jetzt erst, bald nach neun Uhr, erschien auf deutscher Seite die erste Unterstützung der Vorpostenlinie. Bis kurz zuvor hatten die Observatorien nur „dichten Nebel“ berichten können, aus Meldungen vom rechten wie vom linken Flügel ließ sich aber erkennen, daß der ganzen Front vom Schlosse Sankt Cloud bis Bougival ein ernster Angriff drohe. Das V. Korps wurde nun alarmiert, und General von Kirchbach verfügte sich zur IX. Division. Rechts, im Park von Sankt Cloud, stand die XVII., links, rückwärts Porte de Longboyau, die XX. Brigade, die übrigen Truppen des Korps rückten aus ihren Quartieren zu Versailles und den Ortschaften nördlich von dort nach Jardy und Beauregard heran. Der Kronprinz beorderte sechs Bataillone Gardelandwehr und eine bayerische Brigade nach Versailles und ritt nach Hospice Brezin, der König nach Marly.“

Das verlangt geradezu nach dem Lied vom Argonnerwald: https://www.youtube.com/watch?v=RxA0PQoPow8

„Argonnerwald, um Mitternacht,

Ein Pionier stand auf der Wacht.

Ein Sternlein hoch am Himmel stand,

Bringt ihm ’nen Gruß aus fernem Heimatland.

Und mit dem Spaten in der Hand

Er vorne in der Sappe stand.

Mit Sehnsucht denkt er an sein Lieb:

Ob er sie wohl noch einmal wiedersieht?

Und donnernd dröhnt die Artillerie.

Wir stehen vor der Infanterie.

Granaten schlagen bei uns ein,

Der Franzmann will in unsere Stellung ‚rein.

Er frug nicht warum und nicht wie,

Tat seine Pflicht wie alle sie.

In keinem Liede ward es gehört,

Ob er geblieben oder heimgekehrt.

Bedroht der Feind uns noch so sehr,

Wir Deutsche fürchten ihn nicht mehr.

Und ob er auch so stark mag sein,

In unsere Stellung kommt er doch nicht ‚rein.

Der Sturm bricht los, die Mine kracht,

Der Pionier gleich vorwärts macht.

Bis an den Feind macht er sich ran

Und zündet dann die Handgranate an.

Die Infanterie steht auf der Wacht,

Bis daß die Handgranate kracht,

Geht dann mit Sturm bis an den Feind,

Mit Hurra nimmt sie dann die Stellung ein.

Der Franzmann ruft: Pardon Monsieur!

Hebt beide Hände in die Höh,

Er fleht uns dann um Gnade an,

Die wir als Deutsche ihm gewähren dann.

Bei diesem Sturm viel Blut auch floß,

Manch junges Leben hat’s gekost´.

Wir Deutsche aber halten stand,

Für das geliebte, teure Vaterland.

Und droht der Feind uns noch so sehr,

wir Deutsche fürchten ihn nicht mehr,

und ob er auch so stark mag sein,

in unsere Stellung kommt er doch nicht rein.

Argonnerwald, Argonnerwald,

Ein stiller Friedhof wirst du bald!

In deiner kühlen Erde ruht

So manches tapfere Soldatenblut.

Und komm‘ ich einst zur Himmelstür,

Ein Engel Gottes steht dafür:

Argonnerkämpfer, tritt herein,

Hier soll für dich der ewige Friede sein.

Du Pionier um Mitternacht,

Heut‘ steht ganz Deutschland auf der Wacht.

In Treue fest, im Wollen rein,

Als eine neue starke Wacht am Rhein!“

Im Krieg von 1870-71 ging für die Gallier aber auch wirklich alles daneben. Zuerst wollten sie an unseren Preußen Rache für die Schlacht von Königgrätz nehmen, stattdessen aber nahmen unsere Preußen Rache für die Schlacht von Jena und Auerstedt. Und unsere süddeutschen Stämme halfen ihnen gerne dabei, auf deren Beistand die Gallier fest gerechnet hatten. Die Österreicher blieben auch neutral, ebenso wie die übrigen europäischen Großmächte. Und so sahen sich die Gallier alleine uns Deutschen gegenüber und fingen sich eine Niederlage nach der anderen gegen unseren großen Kriegsmeister Helmuth von Moltke ein. Eine der letzten großen davon ist die Schlacht an der Lisaine, deren Jahrestag wir heute feiern und die sehr bezeichnend für den gallischen Krieg ist. Denn eigentlich wollten die Gallier 1871 ihre belagerte Festung Belfort entsetzen, aber bissen sich, trotz vierfacher Übermacht (150,000 gallische Kriegsknechte gegen 37,000 deutsche Recken), an unserem XIV. Armeekorps die Zähne aus (in Zahlen 8000 Mann gallischer Verlust gegen 2000 Mann deutsche Einbuße). So gut führte unser General August von Werder unsere Truppen. Die Wacht am Rhein muß zur Feier unseres Sieges einfach gesungen werden! https://www.youtube.com/watch?v=oKkRS4rL6Pw Die Schlappe an der Lisaine hatte für die Gallier schlimme Folgen, denn ihre abgekämpfte Ostarmee bekam es im Anschluß mit Manteuffels Südarmee zu tun und von deren Zug lesen wir nun bei unserem großen Kriegsmeister Moltke: https://archive.org/details/bub_gb_49waAAAAMAAJ

„Der Auftrag, Dijon zu nehmen, war unausführbar gewesen, aber das kühne Vorgehen einer schwachen Brigade bannte ein feindliches Heer in Untätigkeit, so daß General von Manteuffel seinen Zug ungestört fortsetzen konnte. Derselbe hatte als Marschziel beiden Korps die Rückzugslinien des Feindes südlich Besancon bezeichnet. Von dieser Festung führen durch das vielfach zerklüftete Stufenland des westlichen Jura nur wenige für Truppen brauchbare Wege nach dem Süden Frankreichs. Die geradeste Verbindung bilden Straße und Eisenbahn nach Lons-le-Saulnier und auf diesen Quingey und Byans wichtige Sperrpunkte. Östlicher zieht, aber weit ausholend, eine Straße über Ornans, Salins und Champagnole nach Sankt Laurent und Morez. Mehrere dagegen laufen strahlenförmig nach Pontarlier zusammen, indem sie die diesem Gebirge eigentümlichen Felspforten, die „Cluses“, durchziehen, welche, die langgestreckten Höhenrücken durchbrechend, die Längentäler verbinden. Von Pontarlier führt aber dann nur die eine Straße über Mouthe, und zwar in bedenklicher Nähe an der Schweizer Grenze entlang. (22. Januar.) Am 22. nun marschierte die Avantgarde der XIII. Division von Audeux nach Sankt Vit und, nachdem sie dort die Eisenbahn unterbrochen und zahlreiche beladene Wagen erbeutet, stromabwärts nach Dampierre. Auch auf dieser Strecke wurden vier Brücken über den Doubs unzerstört gefunden und besetzt. Die Avantgarde der XIV. Division rückte von Emagny zur Beobachtung von Besancon vor. Das II. Korps schloß nach Tole auf schob Rekognoszierungen über den Fluß hinaus vor. (23. Januar.) Die konzentrische Bewegung aller Teile des deutschen Heeres wurde am 23. fortgesetzt. Von Norden heranrückend, fand General von Debschitz, von Roches vorgehend, nur die verlassenen Biwaksplätze des französischen 24. Korps. Die IV. Reservedivision besetzte ohne Kampf L’Isle und stieß erst bei Clerval und Baume auf Widerstand. Am Ognon vertrieb die badische Division den Feind aus Montbozon. Im Zentrum der Armee schob das VII. Korps die Avantgarde der XIV. Division bis Dannemarie an Besancon heran. Es entstand dort ein Gefecht, welches aber nur eine bis in die Nacht dauernde Kanonade herbeiführte. Die XIII. Division hingegen, welche den Doubs bei Dampierre überschritten hatte, rückte gegen Quingey vor. Aus Mangel an Betriebsmitteln hatte auf der Eisenbahn dorthin nur eine französische Brigade befördert werden können, deren letzte Züge auf dem Bahnhofe von Byans auch schon durch preußische Granaten empfangen wurden. Der Zustand dieser Truppen war so übel, daß es ihnen nicht gelungen war, selbst nur Vorposten auszustellen. Sie gaben Quingey fast ohne Widerstand auf, und ihr fluchtartiger Rückzug nach Besancon und hinter die Loue verhinderte auch das Herankommen bereits nachrückender Verstärkungen. 800 Gefangene und ein Zug von 400 Rekonvaleszenten fielen in die Hände der preußischen Avantgarde, welche sofort bei Abbans-Dessous die Eisenbahn unterbrach. Auf dem rechten Flügel war die Spitze des II. Korps im Tale der Loue am südlichen Ufer vorgegangen. Sie hatte zahlreiche Abschnitte an dieser Straße zur Verteidigung vorbereitet, aber unbesetzt gefunden. Erst bei Villers Farlay trat ihr eine größere Abteilung des Feindes entgegen. Auf französischer Seite standen am Abend dieses Tages das 20. Korps nördlich, das 18. westlich vor Besancon in Entfernung von nur einer Meile. Kavallerie, Artillerie und Trains durchzogen die Stadt oder lagerten auf dem Glacis der Festung. Das 24. Korps befand sich auf dem Anmarsche dorthin, und vom 15, hielten die 2. und 3. Division das südliche Ufer des Doubs bei Baume und Larnod besetzt, der 1. aber war es nicht gelungen, Quingey zu behaupten. Somit war die geradeste und wichtigste Verbindungslinie der Armee durchschnitten und die Lage derselben durch dies neue Mißgeschick wesentlich verschlimmert. Unausführbare Projekte und Ratschläge, an welchen man es in Bordeaux nicht fehlen ließ, besserten nichts, und General Bourbaki berief am 24. die höheren Truppenführer zu einem Kriegsrat.“

Das schöne alte Kriegslied vom Argonnerwald steuere ich zur musikalischen Untermalung unserer heutigen Panzersiegesfeier bei: https://www.youtube.com/watch?v=RxA0PQoPow8

„Argonnerwald, um Mitternacht,

Ein Pionier stand auf der Wacht.

Ein Sternlein hoch am Himmel stand,

Bringt ihm ’nen Gruß aus fernem Heimatland.

Und mit dem Spaten in der Hand

Er vorne in der Sappe stand.

Mit Sehnsucht denkt er an sein Lieb:

Ob er sie wohl noch einmal wiedersieht?

Und donnernd dröhnt die Artillerie.

Wir stehen vor der Infanterie.

Granaten schlagen bei uns ein,

Der Franzmann will in unsere Stellung ‚rein.

Er frug nicht warum und nicht wie,

Tat seine Pflicht wie alle sie.

In keinem Liede ward es gehört,

Ob er geblieben oder heimgekehrt.

Bedroht der Feind uns noch so sehr,

Wir Deutsche fürchten ihn nicht mehr.

Und ob er auch so stark mag sein,

In unsere Stellung kommt er doch nicht ‚rein.

Der Sturm bricht los, die Mine kracht,

Der Pionier gleich vorwärts macht.

Bis an den Feind macht er sich ran

Und zündet dann die Handgranate an.

Die Infanterie steht auf der Wacht,

Bis daß die Handgranate kracht,

Geht dann mit Sturm bis an den Feind,

Mit Hurra nimmt sie dann die Stellung ein.

Der Franzmann ruft: Pardon Monsieur!

Hebt beide Hände in die Höh,

Er fleht uns dann um Gnade an,

Die wir als Deutsche ihm gewähren dann.

Bei diesem Sturm viel Blut auch floß,

Manch junges Leben hat’s gekost´.

Wir Deutsche aber halten stand,

Für das geliebte, teure Vaterland.

Und droht der Feind uns noch so sehr,

wir Deutsche fürchten ihn nicht mehr,

und ob er auch so stark mag sein,

in unsere Stellung kommt er doch nicht rein.

Argonnerwald, Argonnerwald,

Ein stiller Friedhof wirst du bald!

In deiner kühlen Erde ruht

So manches tapfere Soldatenblut.

Und komm‘ ich einst zur Himmelstür,

Ein Engel Gottes steht dafür:

Argonnerkämpfer, tritt herein,

Hier soll für dich der ewige Friede sein.

Du Pionier um Mitternacht,

Heut‘ steht ganz Deutschland auf der Wacht.

In Treue fest, im Wollen rein,

Als eine neue starke Wacht am Rhein!“

Mit seinem futuristischen Schlachtroß U XLVII hat unser Kapitänleutnant Günther Prien nicht nur das englische Schlachtschiff Royal Oak im Hafen von Scapa Flow versenkt, sondern noch weitere 31 Schiffe mit 210,000 Bruttoregistertonnen versenkt. Damit hat er seinen Platz unter unseren deutschen Uboothelden des Sechsjährigen Krieges sicher und bekommt von uns Panzertieren deshalb auch eine Geburtstagsfeier ausgerichtet. Am heutigen Tag im Jahre 1908 wurde unser Günther Prien nämlich im sächsischen Osterfeld geboren. Zur See fuhr er zuerst mit der Handelsflotte, schloß sich aber 1933 unserer Kriegsmarine an. Fünf Jahre später befehligte er sein eigenes Uboot, unsere U XLVII. Im Sechsjährigen Krieg wurde er mit dem Eisernen Kreuz und dem Ritterkreuz mit Eichenlaub ausgezeichnet. Nachzulesen gibt es die Heldentaten von unserem Günther Prien in seinem Ubootfahrerbuch „Mein Weg nach Scapa Flow“. Im Jahre 1939 heiratete er seine bessere Hälfte Ingeborg mit der er zwei Töchter hatte (Birgit und Dagmar genannt). Das Seefahrerlied „Unser die Freiheit der Meere“ (aus als Ritter der Nordsee bekannt) habe ich mir für unseren Uboothelden ausgesucht: https://www.youtube.com/watch?v=b4UVceeCxh8

Ritter der Nordsee,

Im blauen Gewand,

Kapitän und Matrosen,

Singen wir heiter,

Die Blicke gewandt.

Wenn uns die Stürme umtosen.

Flagge am Mast,

Die der Führer uns gab,

Flagge, wir machen dir Ehre,

Engelands Macht

Uns’re Stunde die Nacht

Unser die Freiheit der Meere.

Unser, unser,

Unser die Freiheit der Meere.

Ritter der Nordsee,

Auf englischem Kurs,

Tauchen wir kühn aus den Wellen,

Brechen Blockade,

Und bringen den Tod,

Mit den Torpedos den schnellen.

Flagge am Mast,

Die der Führer uns gab,

Flagge, wir machen dir Ehre,

Engelands Macht

Uns’re Stunde die Nacht

Unser die Freiheit der Meere.

Unser, unser,

Unser die Freiheit der Meere.

Ritter der Nordsee,

Vom Kampfe umgellt,

Hol‘ uns der Teufel und schützen

Wir unser Recht,

Auf die Güter der Welt,

Und Deutschland zum Ruhm

Und zum Glücke.

Flagge am Mast,

Die der Führer uns gab,

Flagge, wir machen dir Ehre,

Engelands Macht

Uns’re Stunde die Nacht

Unser die Freiheit der Meere.

Unser, unser,

Unser die Freiheit der Meere.“